iba-INSTITUT
Wir über unsWir über uns
16 Jahre iba-INSTITUT16 Jahre iba-INSTITUT
Unsere KundenUnsere Kunden
TätigkeitsfelderTätigkeitsfelder
VeröffentlichungenVeröffentlichungen
iba-Denkzetteliba-Denkzettel
Seminare
StandorteStandorte
KontaktKontakt
iba-BauFach-Symposium:
"Moderne Bodenbeläge: hart im Nehmen - immer wartungsfrei?"
Aktuelles Thema sorgte für volles Haus und angeregte Diskussionen

Erfreuliche Resonanz: iba-BauFach-Symposium "Moderne Bodenbeläge: hart im Nehmen - immer wartungsfrei?" - mehr als 50 Teilnehmer und zahlreiche Aussteller in Stuttgart

Das iba-INSTITUT freute sich über ein bunt gemischtes Publikum: Experten des Fachs, Anwendungstechniker und Fachberater der Industrie sowie Vertreter des Handels und Unternehmer aus dem Handwerk waren nach Stuttgart angereist. Auch Verbände und Institutionen waren ebenso vertreten wie interessierte Sachverständige und Ehrenamtsträger aus den Innungen. Abgerundet wurde das Teilnehmerfeld durch die anwesende Fachpresse. Kompetente Referenten diskutierten zum Thema der modernen Bodenbeläge.

Dipl.-Ing. (FH) Hans-Joachim Rolof, ö.b.u.v. Sachverständiger, eröffnete mit Fallbeispielen aus der Sachverständigenpraxis des iba-INSTITUT. Unter dem Titel "(…) Schäden an Bodenbelägen: frühzeitiger Verschleiß oder Vandalismus? Ursachen Fehler und Sanierung (…)" zeigte Hans-Joachim Rolof vielfältige Schadensbilder an tetxilen Bodenbelägen, Linoleum, PVC und Kork durch Überbeanspruchung. "(…) Das Problem liegt oft nicht im Bodenbelag selbst sondern in der Nutzung (…)", so Rolof. "(…) Besonders in Schulen sind die Grenzen der Belastbarkeit von elastischen Bodenbelägen durch kippelnde Schüler schnell erreicht (…)", betonte Rolof.

Volker Weismann, Leiter der Anwendungstechnik der Armstrong DLW AG, berichtete über "Linoleumbodenbeläge im Wandel der Zeit: naturbelassener Bodenbelag oder vergütet". Weismann erläuterte dabei die Vorzüge einer werksseitigen PUR-Vergütung von Linoleumbodenbelägen. "(…) In der Summe seiner Eigenschaften ist PUR der derzeit beste Linoleum-Oberflächenschutz (…)", sagte Weismann. Aber Vorsorge sei besser als Nachsorge: Sauberlaufzonen seien sehr wichtig für einen Bodenbelag - "(…) Sie schützen den Bodenbelag vor Schmutz und Feuchtigkeit, erhöhen dadurch den Nutzwert und reduzieren die Reinigungskosten (…)".

Anschließend leitete Nils Alfringhaus, iba-INSTITUT, zum nächsten Thema mit Fallbeispielen zu schadhaften PVC-Belägen über. Die anwesenden Verarbeiter wurden sensibilisiert: "(…) Neue Bodenbeläge erfordern auch andere Arbeitsabläufe. Dies gilt vor allem beim thermischen Verschweißen von werkseitig vergüteten Bodenbelägen. Hier muß die richtige Schweißdüse und die richtige Schweißtemperatur nach Herstellervorgaben ausgewählt werden. Ansonsten sind thermische Beschädigungen der Oberflächenvergütung, wie z.B. Runzelbildungen und Weißbruch, die Folge (…)".

Stephan Winkler, Leiter der Anwendungstechnik der Tarkett Holding GmbH, referierte zum Thema "PVC-Bodenbelagsqualitäten heute: dauerhaft verschleißfest oder wartungsintensiv?". "(…) Warum nicht wie früher? (…)" stellte Winkler die Frage an die Zuhörerschaft. "(…) Durch trockenes Polieren der Belagsoberfläche lassen sich Nutzungsspuren wie z.B. Begehspuren, Absatzverstrichungen etc. wirkungsvoll bearbeiten, die Grate leichter Verkratzungen brechen und die Oberfläche sukzessive verdichten, was die Schmutzanhaftung und optische Erkennbarkeit nachhaltig reduziert (…)", erläuterte Winkler.

Zum nächsten Thema leitete Nils Alfringhaus, iba-INSTITUT, mit einem Fallbeispiel zu schadhaften Synthesekautschuk-Bodenbelägen über: "(…) Bodenbeläge sollten nach der Verlegung nicht mit Folien oder gar aluminiumkaschiertem Karton abgedeckt werden (…)". Im beschriebenen Fallbeispiel hatte das dampfdichte Abdecken eines unverschweißten Synthesekautschuk-Bodenbelags in Verbindung mit unzureichender Kleberbenetzung und überhöhter Restfeuchte des Estrich zu Stippnahtbildungen geführt.

Uwe Bauer, Leiter der Anwendungstechnik der Nora Systems GmbH, trat mit seinem Vortrag "Synthesekautschuk-Bodenbeläge: für jeden Zweck geeignet - auch ohne Vergütung dauerhaft?" den Befürwortern der werkseitigen Einpflege gegenüber. "(…) Die Philosophie unseres Hauses ist es, daß objekttaugliche Bodenbeläge aus Synthesekautschuk auch ohne werksseitige Einpflege herzustellen und dauerhaft sind. Die Einsatzgebiete für Synthesekautschuk-Bodenbeläge wie z.B. im Gesundheitswesen, in Schulen können auch ohne werkseitige Vergütung professionell bedient werden (…)", betonte Bauer "(…) Durch die Zusammensetzung unserer Produkte gelingt es, ein deutlich reduziertes Anschmutzverhalten und ein günstigeres Reinigungsverhalten zu erzielen (…)".

Nils Alfringhaus, iba-INSTITUT, leitete das nächste Thema mit einem Fallbeispiel zu Nadelvliesbelägen ein. Anhand seines Fallbeispiels, in dem der Bauherr überproportionales Pilling an einem neuen Nadelvlies-Bodenbelag bemängelte konnte Alfringhaus aufklären: "(…) Hält der Nutzer sich nicht an die übergebene Reinigungs- und Pflegeanleitung eines Bodenbelags und setzt einen falschen Staubsauger ein, statt dem geforderten Aufsatz mit rotierender Bürste, so können sich über einen langen Zeitraum überschüssige Fasern herauslösen. Dies ist jedoch nicht dem Bodenleger vorzuhalten und auch kein Fehler des Materials (…)".

Martin Kupka, Leiter der Anwendungstechnik der Dura Tufting GmbH, nahm dieses Beispiel in seinem Vortrag "Nadelvlies-Bodenbeläge: immer strapazierfähig und dauerhaft?" auf. Kupka erläuterte: "(…) Pillingbildung entsteht durch loslösende Fasern aus der vernadelten Konstruktion die an der Oberseite augenscheinlich werden. Die Ursache ist hier oftmals in der mangelhaften, unzureichenden Pflege begründet. Werden scharfe Partikel wie z.B. Sand nicht im Zuge der Unterhaltspflege entfernt, so kommt es zu einem sogenannten Schmiergelpapiereffekt. Die feinsten oftmals scharfkantigen Körner des Schmutzes zerreiben die Fasern und lassen damit eine Loslösung der zerstörten Fasern zu (…)".

Anschließend leitete Nils Alfringhaus, iba-INSTITUT, zum nächsten Thema mit einem Fallbeispiel zu Eindrücken in elastischen Bodenbelägen über: "(…) Schnelligkeit ist nicht immer von Vorteil! Werden elastische Bodenbeläge vor Aushärtung des Klebstoffs hoch belastet, können sich irreversible Eindrücke bilden (…)".

Dieser Frage widmete sich Uwe Elvert, Leitung Technik Thomsit, in seinem Vortrag eingehend. "(…) Eindrücke in Bodenbelägen: ist der Kleber schuld? (…)" war sein Beitrag betitelt. Elvert ging hier besonders auf die Prüfmethoden ein: "(…) Für den Resteindruck nach DIN EN 433 wird der Belag allein gemessen, d. h. nur komprimiert, nicht "verbogen". Ein Vergleich mit der Praxis ist daher nicht möglich. Aber: Nur die Kombination Klebstoff/Belag ist hinsichtlich des Resteindruckverhaltens von Bedeutung (…)". Zur Vermeidung von bleibenden Eindrücken gab Elvert den Hinweis: "(…) Geben Sie als Bodenleger Hinweise auf ungünstige Aufstandsflächen des Mobiliars, besonders hinsichtlich korrekter Stuhlrollen (…)".

Nils Alfringhaus, iba-INSTITUT, griff dieses Thema in seinem nächsten Fallbeispiel auf: "(…) Beim Kippeln von Stühlen wird die Aufstandfläche reduziert. Hieraus ergeben sich schnell Belastungen, die von elastischen Bodenbelägen nicht mehr aufgenommen werden können (…)".

Torsten Hohl, Abteilung Qualitätssicherung der VS Vereinigte Spezialmöbelfabrik GmbH & Co. KG referierte zur richtigen Auswahl von Bodengleitern und Stuhlrollen. Als einen Grund für die Häufigkeit von Schäden an Bodenbelägen in Schulen nannte Hohl die Reduzierung der Reinigungsintervalle an den Schulen. "(…) Reinigungszyklen werden heruntergefahren, Grobschmutz ist dauerhaft vorhanden (…)", so Hohl. Daher wurde ein 2K-Gleiter entwickelt, um dem Schleifpapiereffekt vorzubeugen. "(…) Der Grobschmutz drückt sich bei Belastung in die weiche Komponente ein und wird bei Entlastung wieder heraus gelöst (…)", erläuterte Hohl die Funktionsweise. Den Schäden durch Kippeln werde bei solchen weichen Gleitern ebenfalls durch die Vermeidung scharfer Kanten vorgebeugt, so Hohl weiter.

Nach diesem Vortrag aus Sicht der Möbelindustrie leitete Nils Alfringhaus, iba-INSTITUT, das nächste Thema mit einem Fallbeispiel zu Schäden durch falsche Reinigung ein: "(…) Durch falsch durchgeführte Grundreinigung kann es zu Schäden am Bodenbelag kommen, die sich nur schwerlich beheben lassen (…)". Im vorgestellten Beispiel war es durch Verwendung eines ungeeigneten Reinigers und falschem Pad zu Schleierbildungen an einem Linoleum-Bodenbelag gekommen.

Zum Abschluß der Technikvorträge trug Frank Knott, CC-Dr. Schutz zum Thema "Reinigung & Pflege: Marktchance für die Zukunft" vor. Knott mahnte das Publikum, genau hinzusehen: "(…) Bei vielen Beschichtungen handelt es sich nicht um reine Polyurethanformulierungen, sondern um Abmischungen. Da es keine Mindestanforderungen an Gewichtsprozenten PUR in Oberflächenvergütungen gibt, können bereits Lacke, Dispersionen mit geringstem PUR-Anteil PUR-Oberflächenvergütung bzw. PU-Coatings genannt werden (…)". Trotz des zunehmenden Anteils an werkseitig vergüteten Belägen sah Knott dennoch Marktchancen für das Handwerk: "(…) Was alle werksseitigen Beschichtungen gemeinsam haben ist die Tatsache, dass alle Systeme irgendwann ihren Zenit erreicht haben und ein Handlungsbedarf besteht (…)".Seine Empfehlung daher: "(…) Gehen Sie bei Ihrem Kunden stärker auf das Thema Reinigung, Pflege und Werterhalt ein (…)".

Den Abschluß bildete Rechtsanwalt Albert Lichtenberger aus der Kanzlei Koeppe, Straub, Stauffer, Schwemmle & Kollegen. Mit dem Thema "Eindrücke, offene Nähte, frühzeitige Laufzonen: Ist der Bodenleger immer Schuld?" klärte er das interessierte Publikum abschließend über Haftungsfragen und Gewährleistungsrisiken auf.

Kritische Fragen der Teilnehmer zu den Vortragsinhalten gab es während der abschließenden Podiumsdiskussion. Die Referenten standen nochmals Rede und Antwort und es folgte ein reger Meinungsaustausch mit dem Podium und Auditorium. Schließlich verabschiedete Dipl.-Ing. (FH) Rolof die Teilnehmer, die sich überwiegend positiv zum Seminar äußerten. Besonders gefallen hat auch die Ausstellung, so daß in den Kaffeepausen ebenfalls aktiv zum Thema diskutiert wurde.

Achtung - für Interessierte: das Tagungsprogramm abrufen
Alle Teilnehmer erhielten neben dem Zertifikat die seminarbegleitenden Tagungsunterlagen auf CD-ROM. Annette Gottfried & Hans-Joachim Rolof bieten noch einen besonderen Service. Interessierte, die leider verhindert waren, können diese CD schriftlich, per Fax oder unter info@iba-institut.de unter dem Stichwort "Moderne Bodenbeläge: hart im Nehmen - immer wartungsfrei?" gegen eine Bearbeitungsgebühr abrufen. Für Fragen steht die iba-Hotline 0800/4224678 zur Verfügung.

AUTOREN:
Annette Gottfried & Hans-Joachim Rolof, iba-INSTITUT Koblenz, Düsseldorf, Stuttgart

Fotodokumentation

Hans-Joachim Rolof begrüßte die Teilnehmer zum <em>iba</em>-BauFach-Symposium und berichtete zur Einstimmung auf das Thema aus der Sachverständigenpraxis des <em>iba</em>-INSTITUT über Schäden an Bodenbelägen
Hans-Joachim Rolof begrüßte die Teilnehmer zum iba-BauFach-Symposium und berichtete zur Einstimmung auf das Thema aus der Sachverständigenpraxis des iba-INSTITUT über Schäden an Bodenbelägen

Nils Alfringhaus leitete die Vorträge jeweils mit anschaulichen Fallbeispielen ein
Nils Alfringhaus leitete die Vorträge jeweils mit anschaulichen Fallbeispielen ein

Volker Weismann referierte über die Vorteile werkseitig eingepflegter Linoleumbodenbeläge
Volker Weismann referierte über die Vorteile werkseitig eingepflegter Linoleumbodenbeläge

Stephan Winkler gab Anregungen zur Pflege von PVC-Bodenbelägen
Stephan Winkler gab Anregungen zur Pflege von PVC-Bodenbelägen

Uwe Bauer trat mit seinem Vortrag der werkseitigen Einpflege gegenüber
Uwe Bauer trat mit seinem Vortrag der werkseitigen Einpflege gegenüber

Martin Kupka berichtete über Nadelvlies-Bodenbeläge
Martin Kupka berichtete über Nadelvlies-Bodenbeläge

Uwe Elvert berichtete in einem sehr anschaulichen Vortrag über Resteindrücke
Uwe Elvert berichtete in einem sehr anschaulichen Vortrag über Resteindrücke

Torsten Hohl referierte über Schäden an Bodenbelägen aus Sicht der Möbelindustrie
Torsten Hohl referierte über Schäden an Bodenbelägen aus Sicht der Möbelindustrie

Frank Knott sah in der Reinigung und Pflege Marktchancen für das Handwerk
Frank Knott sah in der Reinigung und Pflege Marktchancen für das Handwerk

Rechtsanwalt Albert Lichtenberger schloß die Vortragsreihe mit Erläuterungen zu Haftungsrisiken und Gewährleistung
Rechtsanwalt Albert Lichtenberger schloß die Vortragsreihe mit Erläuterungen zu Haftungsrisiken und Gewährleistung

Blick in die Ausstellung: Die Aussteller freuten sich über eine gute Resonanz und angeregte Diskussionen auch in der Kaffeepause
Blick in die Ausstellung: Die Aussteller freuten sich über eine gute Resonanz und angeregte Diskussionen auch in der Kaffeepause

Blick in die Ausstellung: Die Aussteller freuten sich über eine gute Resonanz und angeregte Diskussionen auch in der Kaffeepause
Blick in die Ausstellung: Die Aussteller freuten sich über eine gute Resonanz und angeregte Diskussionen auch in der Kaffeepause

Gruppenfoto: Alle Teilnehmer auf einen Blick - das Seminar wurde äußerst positiv bewertet
Gruppenfoto: Alle Teilnehmer auf einen Blick - das Seminar wurde äußerst positiv bewertet
 

 

iba-INSTITUT Gottfried & Rolof
Im Metternicher Feld 4
56072 Koblenz
Tel: 0261/889380
Fax: 0261/8893830
e-Mail: info@iba-institut.de
Niederlassung Düsseldorf
Tel: 0211/7886300
Niederlassung Stuttgart
Tel: 0711/3055600