iba-INSTITUT
Wir über unsWir über uns
16 Jahre iba-INSTITUT
Unsere KundenUnsere Kunden
TätigkeitsfelderTätigkeitsfelder
VeröffentlichungenVeröffentlichungen
iba-Denkzetteliba-Denkzettel
SeminareSeminare
StandorteStandorte
KontaktKontakt
15 Jahre iba-INSTITUT -
iba-BauFach-Symposium "Fassade & Innenausbau"
In 2008 jährte sich zum 15. Mal die Gründung des iba-INSTITUT in Koblenz. Aus diesem Grunde hatten die ö.b.u.v. Sachverständigen Dipl.-Inge. (FH) Annette Gottfried und Hans-Joachim Rolof das interessierte Fachpublikum zum Branchenevent eingeladen, um gemeinsam mit ausgewählten Experten und Repräsentanten des Fachs im April das iba-BauFach-Symposium "Fassade & Innenausbau" durchzuführen.
 
Aktionen, Termine & Wissenwertes
zum Jubiläum
Das iba-INSTITUT
Gottfried & Rolof:
15 Jahre Kompetenz in der Bauschadensforschung


Das iba-INSTITUT Gottfried & Rolof in der Fachpresse

Volles Haus zum Jubiläum: Tag der offenen Tür in Koblenz mit Branchentag und Expertentreffen!

Aktion "Feuchtemessung": Auswertung der Umfrage

Die iba-Baufach-Symposien Herbst 2011

Die iba-Baufach-Symposien Frühjahr 2012

Rückblicke auf die iba-BauFach-Symposien der vergangenen Jahre

NEU: Der monatliche, ausgewählte Fachartikel

NEU: Der iba-Denkzettel

Expertentreffen voller Erfolg: insgesamt 40 Teilnehmer beim iba-BauFach-Symposium "Fassade & Innenausbau" in Höhr-Grenzhausen
Aus ganz Deutschland waren Experten des Fachs, Anwendungstechniker und Fachberater der Industrie sowie des Handels und Unternehmer aus dem Handwerk angereist. Auch Verbände und Institutionen waren ebenso vertreten wie interessierte Sachverständige und Ehrenamtsträger aus den Innungen. Abgerundet wurde das Teilnehmerfeld durch die anwesende Fachpresse. Kompetente Referenten diskutierten zum spannenden Thema der sauberen Fassade, der Farbtonstabilität von Beschichtungen und der Frage der hinzunehmenden Unregelmäßigkeiten an Wandoberflächen bis zu den Phänomenen der Ablösung von Tapeten und Beschichtungen auf Gipsleichtputz.

Hans-Joachim Rolof, iba-INSTITUT: Die Industrie ist gefordert, hinsichtlich der Farbtonstabilität mit offenen Karten zu spielen - codierte Farbtonkarten sind Pflicht!
Hans-Joachim Rolof erläuterte anhand von Fallbeispielen die Kreidung, Farbtonveränderung und Farbtonabweichungen von Fassadenbeschichtungen und deren mögliche Ursachen. Es wurde ausführlich auf das neue BFS-Merkblatt Nr. 26 "Farbveränderung von Beschichtungen im Außenbereich" eingegangen. Im besonderen wurde auch in der anschließenden Diskussion an die anwesenden Vertreter der Industrie die kritische Frage gestellt, ob und inwieweit der Forderung des BFS-Merkblatts nachgekommen werde, daß die Beschichtungsstoffe hinsichtlich möglicher Farbveränderungen im Laufe der Zeit durch Fb-Codes gekennzeichnet werden.

Andreas Götz, Akzo Nobel Deco GmbH: Hydrophile Flächen bleiben länger sauber!
Unter dem Motto "Anti-Aging für Fassaden" stellte Andreas Götz, F&E - Laborleiter Anwendungstechnik, die neue Bindemittelgeneration aus Sicht des Herstellers vor. Durch die Symbiose anorganischer und organischer Eigenschaften ist es gelungen, eine neuartige Fassadenfarbe auf den Markt zu bringen, die sich durch eine harte, kaum thermoplastische Oberfläche, deutlich reduzierte Schmutzanhaftung und auch eine geringere Brandlast als herkömmliche Dispersionsfarben auszeichnet. Durch die hydrophilen Eigenschaften wird das Regenwasser auf einer möglichst großen Fläche verteilt. So kann die feuchte Fassade nach Beregnung und Betauung schneller abtrocknen. Durch Versuche wurde nachgewiesen, daß solchermaßen beschichtete Fassaden länger sauber bleiben als mit konventionellen Beschichtungsstoffen oder Silikonharzfarben.

Dr. Engin Bagda, Dr. Robert-Murjahn-Institut GmbH: Mit hochhydrophobierten Silikonharzfarben hat sich die Branche keinen Gefallen getan!
Nach Ansicht von Dr. Engin Bagda, Institutsleiter des RMI, ist nach 40 Jahren Dispersions- und nach 20 Jahren Silikonharzfarben-Technologie mit der NanoHybrid-Technologie eine neue Entwicklung am Markt. Mit der NanoHybrid-Technologie sei es gelungen, eine völlig neue Generation von Fassadenfarben zu entwickeln, mit der die Vorteile der Silikatfarben wie hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und geringe Verschmutzung mit den Vorteilen der Dispersionsfarben wie geringe Kreidung und universelle Verarbeitungseigenschaften vereint werden. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, daß bei einer zu hohen Hydrophobie der Oberfläche dann Wassertropfen auf der Fassade stehen bleiben oder sich Rinnsale bilden, die zu Wasserläufern führen: Die Fassade wird schmutzig und veralgt. Aus diesem Grund geht der Trend wieder zu einer moderaten Hydrophobie oder noch weiter zu einer Benetzung der Oberfläche (Hydrophilie), damit das Wasser spreitet. Diese Beschichtungsstoffe haben sich bei Freibewitterungsversuchen, u.a. in Istanbul, als weniger verschmutzt gezeigt. Auch aus Sicht eines unabhängigen Prüfinstituts sind die Eigenschaften der NanoHybrid-Technologie also positiv zu bewerten: Die Fassade bleibt länger sauber.

Wolfgang Hoffmann, SigmaKalon Deutschland GmbH: Schmutzabweisende Fassadenfarben oder selbstreinigende Oberfläche durch Photokatalyse im Vergleich
Wolfgang Hoffmann, Leiter der Anwendungstechnik, erläuterte einen Beschichtungsstoff auf Reinacrylatbasis, welcher durch Zugabe nanoskaliger Quarzpartikel eine geringere Verschmutzungsneigung aufzeigt. Durch intensive Forschung und Entwicklung sei dies mit dem "Nanometric Painting System" gelungen. In groß angelegten Freibewitterungsversuchen wurden unter anderem in der aggressiven Industrieatmosphäre von Shanghai hervorragende Ergebnisse erzielt. Dort sei, so Hoffmann, innerhalb von kurzer Zeit eine Belastung, wie sie in Deutschland über mehrere Jahre vorkomme, vorhanden. Durch die nanostrukturierte Oberfläche zeigt die Beschichtung ein geringes Haftvermögen für Ruß und Feinstaub, wie Hoffmann den anwesenden Teilnehmern an eigens hierfür mitgebrachten Proben durch Belegung mit Feinstaub vorführte: Die Probe blieb sauberer als herkömmliche Beschichtungsstoffe. Weiterhin wurde eine photokatalytisch wirkende Fassadenfarbe vorgestellt, welche organische Schadstoffe wie z.B. NOx an der Fassade in Nitrate umwandelt.

Hans-Joachim Rolof, iba-INSTITUT: Neue Maschinengipsleichtputze erfordern besonderes Augenmerk bei der Tapezierung oder der Beschichtung
Maschinengipsputze enthalten neben Gips und Kalk auch leimartige Bestandteile auf Basis von Methylcellulose bzw. Stearate, welche dem Putz aus rheologischen Gründen zur Verbesserung der Fließeigenschaften zugegeben werden. Chemisch-physikalische Wechselwirkungen führen dazu, daß das Calciumsulfat und Calciumhydroxid an die Oberfläche transportiert wird. Die solchermaßen entstandene arteigene Schicht (keine Sinterhaut!) entspricht übertrieben formuliert einem Kalkputz - und dieser braucht dauernde Zufuhr von CO2 aus der Umgebungsluft. Wird diese Schicht mit einer Tapete oder einer Beschichtung (Dispersionsfarbe) überdeckt, kann kein CO2 von dem Innenputz aufgenommen werden. Daher kommt es zum zunehmenden Festigkeitsverlust der oberflächennahen Randzone. Die Oberflächenspannung war dann höher als die Eigenfestigkeit der dünnen Kalkputz-Sinterhaut. Die Oberflächen eines solchen Gipsputzes erweisen sich nach dem Beaufschlagen mit Wasser als unterschiedlich saugfähig. Teilweise perlt das Wasser ab, in anderen Bereichen ist die Putzoberfläche saugfähig (insbesondere an Ritzspuren). Der befeuchtete Gipsputz kann mit dem Daumennagel leicht enthaftet werden und es stellt sich beim Abreiben mit dem Daumen ein "Schmiereffekt" an der Oberfläche ein: Achtung Falle - solche Oberflächen sind nicht tragfähig für Tapezierungen und Beschichtungen!

Nils Alfringhaus, iba-INSTITUT: Oberflächengüten Q1 bis Q4 für Innenputze und verspachtelte Gipsplatten - sind absolut schlagschattenfreie Oberflächen handwerklich herstellbar?
Trotz der Merkblätter über Qualitätsstufen Q1 bis Q4 für Innenputz und Trockenbau ist nicht alles eindeutig geregelt! Vor allem wenn planmäßig mit Streiflicht zu rechnen ist (z.B. durch indirekte Beleuchtung oder nächtliche Leuchtreklame), oder Oberflächen besonderen repräsentativen Zwecken dienen (z.B. Empfangshalle, Festsaal), sollten durch den Planer erhöhte Anforderungen an die Maßtoleranzen gestellt werden. Begriffe in Leistungsverzeichnissen wie "malerfertig", "streichfertig", "oberflächenfertig", "streiflichtfrei" usw. stellen keine konkrete Aussage zu den Anforderungen an die Ebenheit dar und sollten deshalb vermieden werden, da sie von Bauherren/Planern und Ausführenden jeweils subjektiv und damit zwangsläufig unterschiedlich interpretiert werden. Das iba-Team war bei der Erstellung eines Praxisleitfadens mit Vergleichsmustern in Form von Bildern tätig, der bei der Firma Pufas abgerufen werden kann.

Andreas Hanfland, Hanfland & Partner GbR: Vorsicht Fallstrick - Das neue BFS-Merkblatt Nr. 26 bringt neue Hinweispflichten für den Maler mit sich!
Der Hinweis unter Abschnitt 6.2 des Merkblattes Nr. 26 "Farbveränderung von Beschichtungen im Außenbereich", daß eine generelle Hinweispflicht zur Farbstabilität dem Verarbeiter nicht obliegt, sei aus juristischer Sichtweise des Fachanwaltes für Bau- und Architektenrecht gegenstandslos, da der Maler spätestens seit Herausgabe des Merkblattes Kenntnisse über mögliche Farbveränderungen haben kann.

Weiterhin wurde klargestellt: neue Produkte bergen auch ein Haftungsrisiko. Der Auftraggeber muß in jedem Fall darüber in Kenntnis gesetzt werden, wenn solche Produkte angewandt werden.

Podiumsdiskussion - Saubere Fassade: Wer haftet für Werbeaussagen der Hersteller?
Wie eben ist glatt? Welche Toleranzen muß der Bauherr akzeptieren?

Eindeutig ist betont worden: Entscheidend ist, was im Bauvertrag steht, oder was der Handwerker in seinem Angebot versprochen hat. Gegenüber dem Bauherrn gilt es im Werkvertrag für den Handwerker zu erfüllen, was vereinbart wurde. Wird das Bausoll verfehlt, steht der Handwerker in der Pflicht.

Rechtsanwalt Andreas Hanfland erläuterte ferner aus juristischer Sichtweise, daß eine Inanspruchnahme des Malers durch den Kunden auch dann in Frage kommt, wenn bei der Beratung oder im Kostenangebot die Eigenschaften des Beschichtungsstoffs gar nicht thematisiert werden. Bei einem Werkliefervertrag haftet der Maler auch dafür, daß die Sache konkrete Eigenschaften aufweist, die der Hersteller in seiner Werbung angepriesen hat ("saubere Fassade"). Allerdings läßt der Gesetzgeber als Ausgleich hier einen Regreßanspruch des Verkäufers (hier des Malers) gegenüber dem Lieferanten (Großhändler und/oder Hersteller) zu.

Wolfgang Hoffmann erklärte vor dem Hintergrund des neuen BFS-Merkblattes Nr. 26, daß man bei SigmaKalon wegen der geforderten Farbtonstabilität eine neue Farbtonkarte entwickelt hat. Allerdings wurde eingeschränkt, daß nicht alle Farbtöne uneingeschränkt möglich sind.

Andreas Götz betonte die Chancen des Malers: mehr Beratungskompetenz zeigen und sich damit vom Wettbewerb unterscheiden. Nicht nur Risiken, sondern auch Möglichkeiten aufzeigen.

Dr. Bagda stellte für die Farbenindustrie die "geprüfte Fassadenfarbe" mit TÜV-Siegel in Kooperation mit dieser Institution vor, mit der allerdings keine Werbeaussagen, sondern technische Eigenschaften belegt werden.

Die Fachvorträge wurden aufmerksam verfolgt und führten zu anregenden Diskussionen. Zum Abschluß erhielten die Teilnehmer das begehrte iba-Zertifikat, das auch zur Vorlage als anerkannter Fortbildungsnachweis dient.

Achtung - für Interessierte: das Tagungsprogramm abrufen
Alle Teilnehmer erhielten neben dem Zertifikat die seminarbegleitenden Tagungsunterlagen auf CD-ROM. Annette Gottfried & Hans-Joachim Rolof bieten noch einen besonderen Service. Interessierte, die leider verhindert waren, können diese CD schriftlich, per Fax oder unter info@iba-institut.de unter dem Stichwort "iba-BauFach-Symposium Fassade & Innenausbau" abrufen. Für Fragen steht die iba-Hotline 0800/4224678 zur Verfügung.


 
Fotodokumentation
Hans-Joachim Rolof begrüßt die Teilnehmer des iba-BauFach-Symposiums
Hans-Joachim Rolof begrüßt die Teilnehmer des iba-BauFach-Symposiums

Andreas Götz referiert über "Anti-Aging für Fassaden"
Andreas Götz referiert über "Anti-Aging für Fassaden"

Dr. Engin Bagda berichtet über Erfahrungen der Verschmutzungen von verschiedenen Fassadenbeschichtungen aus Sicht des unabhängigen Prüfinstituts
Dr. Engin Bagda berichtet über Erfahrungen der Verschmutzungen von verschiedenen Fassadenbeschichtungen aus Sicht des unabhängigen Prüfinstituts

Wolfgang Hoffmann demonstrierte an mitgebrachten Proben durch Belegung mit Feinstaub: Die nanoskalige Beschichtung bleibt sauberer als herkömmliche Beschichtungsstoffe
Wolfgang Hoffmann demonstrierte an mitgebrachten Proben durch Belegung mit Feinstaub: Die nanoskalige Beschichtung bleibt sauberer als herkömmliche Beschichtungsstoffe

Im Anschluß an die Vorträge gab es eine lebhafte Podiumsdiskussion, in der sich die Referenten den kritischen Fragen stellten
Im Anschluß an die Vorträge gab es eine lebhafte Podiumsdiskussion, in der sich die Referenten den kritischen Fragen stellten

Nils Alfringhaus berichtete über Oberflächengüten von Innenputzen und verspachtelten Gipsplatten
Nils Alfringhaus berichtete über Oberflächengüten von Innenputzen und verspachtelten Gipsplatten

Rechtsanwalt Andreas Hanfland führte aus juristischer Sichtweise zu den Themen "saubere Fassade" und "Oberflächengüten Q1 bis Q4" aus
Rechtsanwalt Andreas Hanfland führte aus juristischer Sichtweise zu den Themen "saubere Fassade" und "Oberflächengüten Q1 bis Q4" aus

Gruppenbild: Alle Teilnehmer auf einen Blick - Das iba-INSTITUT konnte sich über einen guten Zuspruch freuen
Gruppenbild: Alle Teilnehmer auf einen Blick -
Das iba-INSTITUT konnte sich über einen guten Zuspruch freuen

Blick in die Ausstellung: angeregte Diskussionen in der Kaffeepause
Blick in die Ausstellung: angeregte Diskussionen in der Kaffeepause
 

 

iba-INSTITUT Gottfried & Rolof
Im Metternicher Feld 4
56072 Koblenz
Tel: 0261/889380
Fax: 0261/8893830
e-Mail: info@iba-institut.de
Niederlassung Düsseldorf
Tel: 0211/7886300
Niederlassung Stuttgart
Tel: 0711/3055600