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Seltene Gelegenheit genutzt: Experten konnten interessante Einblicke gewinnen
Nach eigenen Wünschen gestaltet wurde auf 1.100 m2 im Gewerbegebiet ein moderner Neubau errichtet, der 2003 bezogen werden konnte. Auf drei Etagen findet sich nun genug Raum: moderne Büroräume, die Verwaltung und ein großzügiger Bereich für das Prüflabor und Technikum mit Probenlager. In den oberen Etagen befinden sich die Räume der Geschäftsleitung und Büros der Mitarbeiter sowie ein Konferenzbereich für Meetings. Hier werden die Ergebnisse der Objektüberwachung oder das Schadenskataster ausgewertet und die weitere Vorgehensweise besprochen. Neben den Garagen für die Servicewagen liegt der Raum für das Equipment zur Bauwerksdiagnose sowie Kernbohrgeräte, so daß die Fahrzeuge direkt be- und entladen werden können. Von dort aus führt der Weg individuell ausgestattet direkt zum Ortstermin. Die konsequente Ausrichtung begeisterte die Teilnehmer.
Bei Schäden an Gebäuden immer wichtiger: genaue Ursachenforschung zur Aufklärung der Verursacherfrage und Erarbeitung der Sanierungsplanung
Exklusiv war die Möglichkeit gegeben, einen Einblick in das Tätigkeitsfeld der Sachverständigen vom iba-INSTITUT und die Möglichkeiten der Ursachenforschung im iba-Prüflabor zu erhalten: Annette Gottfried und Hans-Joachim Rolof erläuterten an Ausbaustücken und Probeaufbauten von Fallbeispielen aktueller Schäden die Möglichkeiten der Bauwerksdiagnostik vor Ort und die Vorgehensweise der Ursachenforschung im Labor. Dabei wurde das moderne Equipment zur Überprüfung von Estrichen, Spachtelmassen, Bodenbelägen, Industrieböden, Innen- und Außenputzen sowie Farben und Lacken vorgestellt. Beispielsweise an der Zugprüfmaschine, dem Taber-Abraser, dem Xenon-Tester für die Lichtechtheit, dem QUV zur Schnellbewitterung, dem Klimaschrank bis hin zur instrumentellen Analytik und Mikroskopie z.B. für die Ermittlung von Schichtdicken und Inspektion von Oberflächen. Die Erläuterungen beeindruckten die Besucher, welche durch zahlreiche Fragen ihr Interesse bekundeten.
Gewußt wie - Anschauliches und Aufschlußreiches zum Branchentag: Workshop zur Bauwerksdiagnostik
Im Programm enthalten war auch ein Workshop zur Bauwerksdiagnostik im iba-Technikum: An praktischen Fallbeispielen wurde von Dipl.-Ing. (FH) Nils Alfringhaus exemplarisch aufgezeigt, welche Anforderungen an die Rutschhemmung von Bodenbelägen heute normativ festgelegt sind, wie im Labor der R-Wert ermittelt wird und wie vor Ort die Tritt- und Begehsicherheit überprüft werden kann. Im zweiten Teil des Workshops standen die elektrischen Eigenschaften von Bodenbelägen und Beschichtungen im Fokus. Unterstützt vom Techniker Venu Vayalil wurde an eigens hergestellten Mustern demonstriert, wie diese Anforderungen und Eigenschaften vor Ort richtig geprüft werden. Für das Publikum resultierten interessante Erkenntnisse für die Bestandsaufnahme vor Ort und mögliche Ursachenforschung im Labor. Nach so viel Neuigkeiten gab es dann eine Stärkung.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: großes Lunchbuffet für alle
Die Führung durch das iba-INSTITUT wurde in zwei Gruppen unabhängig voneinander vorgenommen. Für das gemeinsame Lunchbuffet und das anschließende Plenum hatten die Veranstalter wegen der großen Nachfrage vorgesorgt: im eigens aufgebauten Festzelt waren alle 80 Teilnehmer gut untergebracht. Bei Speisen und Getränken fanden die Besucher vielfältig Gelegenheit für interessante Gespräche und Diskussionen mit dem iba-Team. Eine Filmshow zeigte die Highlights aus 15 Jahren Bauschadensforschung. Im Anschluß daran gab es das mit Spannung erwartete Plenum.
Interessantes, Nachdenkliches, Kurioses und Wissenswertes - Fachvorträge der iba-Sachverständigen und Diskussion im Plenum zum Expertentreffen
Anhand von Praxiserfahrungen und Erkenntnissen aus 15 Jahren Gutachtertätigkeit über Schäden an Fußböden, im Innenausbau sowie an Fassaden erläuterten Hans-Joachim Rolof und Nils Alfringhaus die Ergebnisse der Begutachtung an Fallbeispielen. Hierbei konnte man von den neuesten Erfahrungen profitieren nach dem Motto "aus Fehlern anderer lernen".
Einige der wichtigsten Erkenntnisse:
- Bei Estrichen beachten: Auch der Estrichleger muß prüfen - werden teilgebundene Ausgleichsschüttungen verwendet, muß der Verarbeiter die Feuchtigkeit mit der CM-Prüfung ermitteln, bevor darauf ein Estrich verlegt werden kann.
- Für den Bodenleger wichtig: Prüfen ohne Ende - gilt jetzt auch für die Wände: werden Hartkernsockelleisten im Neubau montiert, muß der Handwerker auch den Wandputz auf die Restfeuchte überprüfen! Kommt es sonst zum Schaden, muß der Bodenleger zahlen.
- Im Innenausbau gilt: neues Merkblatt bei Qualitätsstufen für Innenputz und Trockenbau - trotz Q1 bis Q4 nicht alles eindeutig geregelt! Das iba-Team war bei der Erstellung eines Praxisleitfadens tätig, der bei der Firma Pufas abgerufen werden kann.
- Für die Fassade ist zu prüfen: Ärger vermeiden bei Farbtonabweichungen! Neues BFS-Merkblatt Nr. 26 leider kein Allheilmittel - an Praxisbeispielen wurde erläutert, wie mit dem neuen Merkblatt aber künftig argumentiert werden sollte.
Die Fachvorträge wurden aufmerksam verfolgt und führten zu anregenden Diskussionen. Zum Abschluß erhielten die Teilnehmer das begehrte iba-Zertifikat, das auch zur Vorlage als anerkannter Fortbildungsnachweis dient!
Achtung - für Interessierte: das Tagungsprogramm abrufen
Alle Besucher erhielten neben dem Zertifikat das Tagungsprogramm auf CD-ROM. Annette Gottfried & Hans-Joachim Rolof bieten noch einen besonderen Service. Interessierte, die leider verhindert waren, können das Tagungsprogramm schriftlich, per Fax oder unter info@iba-institut.de unter dem Stichwort "Tag der offenen Tür" abrufen. Für Fragen steht die iba-Hotline 0800/4224678 zur Verfügung.
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